Die Internatszeit um 1966

Es ist ein Erlebnis wenn man pötzlich von einem  Ex-Internätler kontaktiert wird und auch von ihm zu hören bekommt! "Es war einfach eine schöne Zeit in Triberg".
Noch schöner ist es wenn man dann auch noch jede Menge Bilder und viele Geschichten dazu geliefert bekommt.

Hans-Joachim Neelen

Hans-Joachim-Neelen

Ich lebe in der Nähe der Ostsee und der Holsteinischen Schweiz, habe drei Kinder, die beruflich und ansonsten wohlgeraten sind, ich bin Opa (seit drei Wochen zum zweiten Mal), obwohl ich schon seit drei Jahren Rentner bin, arbeite  ich immer noch, bin also im Kopf und auf den Beinen noch fit und fidel. "Turne bis zur Urne", ist mein Motto..... Grins

Es ist ja immer interessant, wenn man sich mit Ex-Internatlern unterhält, was man so alles ausgraben kann. Das waren ja noch Zeiten damals....... Ich erinnere mich an schreckliches Essen (Gummiwurst..... Usw.) warum hatten wir Jacketts getragen? Gut, war damals weit verbreitet, aber: in der Innentasche konnte man Plastikbeutel unterbringen, um das Essen, was wir nicht mochten, außerhalb des Internats zu entsorgen.... Teller mussten immer schon leer gegessen werden. Ich erinnere den "Froschbrunnen" oberhalb der ev. Kirche, wo sich damals konspirativ die Pärchen trafen. War ja alles strengstens verboten. Die Kassiber, die geschmuggelt wurden.... Der Keller einer Kneipe im Ort gegenüber dem Hotel Wehrle, wo man sich mittags im Dunkeln traf. Schmachtende Musik, knutschen..... Ach war das herrlich. Und das Adrenalin und der Angstschweiß, der produziert wurde, weil man ja nicht entdeckt werden durfte, wollte.... Katastrophen hätt's gegeben. Der Musiklehrer Heiland, der unweit der Kneipe im Dachgeschoss wohnte und immer mittags im Fenster hing, um zu sehen wohin die Internatler gingen... Das Wehrle hatte drei Ein-bzw.. Ausgänge..... Oh,oh, welch ein Bibbern wenn ein Trupp von drei Erziehern/Lehrern zur selben Zeit von drei Seiten im Wehrle Kontrollgänge machten......

Humane Menschen, an die ich mich erinnere: Herrn Lehnhardt, der zu meiner Zeit nur Erzieher und Sportlehrer war. Ja er ist früh gestorben. Der Lateinlehrer Malicki, Herr Neckels (stellvertr. Schulleiter und Englischlehrer), Herr Mensing in Deutsch. Mehr weiß ich nicht mehr.

Der damalige Internatsleiter Nickel war eher ein wenig beliebter Zeitgenosse. Der Nachfolger vom Sproll und seine Frau, die wir nur kurz noch erlebten, schien einen ganz patenten Eindruck zu machen.

In der Erinnerung erscheint mir das alles aber unwahrscheinlich schön. Ich denke überaus gerne an jene tolle Zeit, in der ich mich von einem saumäßig schlechten Schüler bis zu einem Zweier-Abi hochgehangelt habe.


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